Programm B11 Registrierte GMP+-Labore

Verlässliche Laboranalysen sind für eine starke und zuverlässige Futtermittelsicherheitskette unerlässlich. Ungenaue oder unrichtige Analyseergebnisse untergraben das Vertrauen in die Stärke unserer Futtermittelsicherheitskette und bilden außerdem eine Bedrohung für die Absicherung an sich. Schlimmer noch: In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Zwischenfälle ereignet, die durch unrichtige Analyseergebnisse verursacht worden waren, was zu Verwirrung und Unruhe bei Unternehmen innerhalb der Futtermittelkette geführt hat. Aus diesem Grund hat sich GMP+ International nach gründlichen Überlegungen für die Einführung des Programms Registrierte GMP+-Labore entschieden.

GMP+ International startet Programm Registrierte GMP+-Labore

Was beinhaltet das Programm Registrierte GMP+-Labore?
Ab dem 1. Januar 2020 müssen Labore, die für nach GMP+ FSA (Feed Safety Assurance) zertifizierte Unternehmen (B1, B1.2, B2 und B3) Analysen auf kritische Kontaminanten durchführen, bei GMP+ registriert sein. Das neue Programm ist ausschließlich für drei (3) kritische Kontaminanten gedacht, und zwar:

  • Aflatoxin B1
  • Dioxin/dioxinähnliche PCB / nicht-dioxinähnliche PCB
  • Schwermetalle 

Labore können selbst entscheiden, für welche Kontaminanten sie sich registrieren lassen möchten. Registrierte GMP+-Labore müssen für die von ihnen gewählten Kontaminanten Leistungskriterien für folgende Parameter erfüllen:

  • Quantifizierungsgrenze (limit of quantification - LOQ)
  • Reproduzierbarkeit
  • Vorurteil und
  • Messungenauigkeit

Sie sind auch verpflichtet, sich Qualifikationsprüfungen zu unterziehen.

Welche Verpflichtungen haben nach GMP+ FSA zertifizierte Unternehmen künftig diesbezüglich?
Für Unternehmen, die nach GMP+ FSA B1, B1.2, B2 oder B3 zertifiziert sind, bedeutet diese Änderung, dass sie ab dem 1. Januar 2020 für die Analyse kritischer Kontaminanten ausschließlich noch Registrierte GMP+-Labore in Anspruch nehmen dürfen. Im Zeitraum vom 1. Juli 2019 bis zum 1. Januar 2020 darf die Analyse hinsichtlich bestimmter Parameter außer von den bereits registrierten Laboren auch von Laboren durchgeführt werden, die eine Registrierung bei einer Zertifizierungsstelle beantragt haben. 

  • Eine Übersicht der registrierten Labore finden Sie hier
  • Eine Übersicht der angewandten Labors finden Sie hier

Wie funktioniert die Anmeldung zum Programm Registrierte GMP+-Labore? 

Ab dem 1. Juni 2018 können sich Labore registrieren, um ein Registriertes GMP+-Labor zu werden. Sobald das Labor die Leistungskriterien implementiert hat, kann es über eine Zertifizierungsstelle, die für den Anwendungsbereich „registrierte Labore“ zugelassen ist, einen Antrag auf eine GMP+-Registrierung einreichen.
Audits werden in erster Linie mittels Schreibtischstudien durchgeführt. Beim Vorliegen von Zweifeln erfolgt ein Audit vor Ort. Registrierte GMP+-Labore haben GMP+ International einen Jahresbeitrag zu entrichten. Die Höhe dieses Jahresbeitrags ist GMP+ C4 zu entnehmen.

Wichtige Dokumente 

  • GMP+ B11: Standard über die Anforderungen an die Registrierung und Überprüfung von Laboren
  • GMP+ BA11: Anhang mit den Leistungskriterien für registrierte Labore auf der Grundlage der europäischen Gesetzgebung und ISO-Standards.
  • GMP+ D3.21. Dabei handelt es sich um ein Unterstützungsdokument mit Richtlinien, das Unternehmen bei der Einführung der neuen Anforderungen helfen soll.

Wichtige Daten
1 Januar 2020: Nach GMP+ FSA zertifizierte Unternehmen müssen die Leistungen von registrierten GMP+-Laboren in Anspruch nehmen.
1. Juli 2019 bis zum 1. Januar 2020 darf die Analyse hinsichtlich bestimmter Parameter außer von den bereits registrierten Laboren auch von Laboren durchgeführt werden, die eine Registrierung bei einer Zertifizierungsstelle beantragt haben. 

GMP+ International wird alle involvierten Parteien regelmäßig über das Programm Registrierte GMP+-Labore auf dem Laufenden halten.  

Fragen? Lassen Sie es uns wissen
Wir sind davon überzeugt, dass diese Änderung unseres „GMP+ FSA“-Moduls sich ungemein positiv sowohl auf die Futtermittelsicherheit als auch auf das Vertrauen in unseren bewährten Kettenansatz auswirken wird. Sämtliche nach GMP+ FSA zertifizierten Unternehmen werden davon profitieren.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass diese Änderung Folgen für Ihr Unternehmen hat. Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, sich mit Ihrer Zertifizierungsstelle in Verbindung zu setzen, uns eine E-Mail zu senden oder sich telefonisch an unseren Helpdesk zu wenden: +31 (0)70 307 41 44. 

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